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Der Umwelt zuliebe: Ich spende einen Baum

Allem verbalen Gegenwind zum Trotz ist für mich Umweltschutz noch immer ein wichtiger Punkt. Ich lasse mich gern als “gretainfiziert” betiteln, denn ich finde gut, wenn sich Menschen für die Umwelt einsetzen. Es ist ein Kompliment. Was ich nicht gut finde ist, wenn Menschen degradiert oder beleidigt werden, weil sie versuchen Ideen zu finden, der Umwelt zu helfen. Aber um dieses Thema soll es hier gar nicht ausführlich gehen.

Für jeden Dresdner einen Baum

Letztens erfuhr ich von einem Projekt. Ein paar junge Dresdner haben über www.startnext.com ein Projekt gestartet, bei dem – im idealsten Fall – für jeden Dresdner Bürger ein Baum gepflanzt wird. Bei 550.000 Dresdner und Dresdnerinnen macht das doch glatt über eine halbe Million Bäume. Ein Baum zum Atmen für jeden. Diese Vorstellung hat mir gefallen, auch, wenn ich keine direkte Dresdnerin bin.

Als Grafikerin erstelle ich auch viele Druckprodukte für meine Kunden. Der Hauptrohstoff hierfür ist Papier. Was liegt also näher, als sich damit zu beschäftigen, der Natur ein Stück davon wieder zu geben? So kann man gegenüber der Umwelt Achtsamkeit zeigen und konsumiert nicht gedankenlos all das, was allem Anschein nach von der Natur kostenlos zur Verfügung gestellt wird.

Mit diesem gedanklichen Hintergrund beteiligte ich mich an dem Projekt und habe die Pflanzung von 20 Bäumen gespendet. Ein Tropfen auf dem heißen Stein – aber ein Anfang.

Das große Ziel der Kampagne wurde leider nicht erreicht. Aber dafür das kleine Ziel und das gleich mehr als Zweimal. Bedeutet: Es werden knapp 70.000 Bäume gepflanzt. Das ist doch schon mal etwas!

Dieser kleine Beitrag ergänzt meine bisherigen Bemühungen zur Nachhaltigkeit. Informationen dazu können Sie auf meiner Seite “Nachhaltigkeit” nachlesen.

Umwelt schützen und achtsam sein

Ich freue mich, wenn in Zukunft mehr Menschen der Umwelt gegenüber achtsamer sind. Müll gehört fachgerecht entsorgt und nicht aus dem Autofenster geworfen. Elektrogeräte gehören nicht abgelegt an abgeschiedenen Orten, wo sie nicht nur der Natur schaden, sondern auch den Spaziergängern und Wanderern ein Dorn im Auge sind.

In diesem Sinne wünsche ich einen schönen, bunten Herbst mit viel buntem Laub – nächstes Jahr auch von meinen gespendeten Bäumen in Dresden.

Kaffee & Co: Eine Frage der Zeit

Eines wissen wir alle. Die Zeit vergeht so wahnsinnig schnell, dass jeder feststellt, dass wir viel zu wenig davon haben. In der Kommunikation mit Freunden, Kunden und Familie herrscht überall die einhellige Meinung darüber, dass die Zeit zu schnell vergeht. Vor ein paar Jahren habe ich einmal die These aufgestellt, dass sich vielleicht die Erde schneller dreht und deshalb wirklich eine Stunde keine Stunde von damals mehr ist. Bei einer scherzhaften Befragung von Google nach genau dieser Frage stellte ich erstaunt fest, dass sich die Erde tatsächlich unterschiedlich schnell dreht. Aber dabei haben wir immer mehr als 24 Stunden für einen Tag Zeit. Es sind natürlich nur ein paar Millisekunden – das reicht nicht um ein Konzept eher fertig zu bekommen, ein paar Bilder mehr zu malen oder nebenbei mal eben Beethovens 9. Sinfonie auf dem Klavier aus dem Ärmel zu schütteln. Kurzum – meine Theorie mit der schneller drehenden Erde ist damit jedenfalls außer Kraft gesetzt.

Doch woran liegt es denn dann? Dieser Frage muss jeder für sich selbst nachgehen. Kein Tagesablauf gleicht dem anderen und jeder hat seine eigenen Prioritäten. Ich halte es für sehr erstrebenswert, sich einmal mit dem Thema mehr auseinander zu setzen, als ständig nur darüber zu klagen, dass man zu wenig Zeit hat. Aber was hat das Ganze eigentlich mit Kaffee zu tun?

Kaffee & Co: Eine Frage der Zeit

In unserem Haushalt bin ich die Einzige, die Kaffee trinkt. Und das auch höchstens einmal am Tag – und dann auch noch unregelmäßig. Daher war schnell klar, dass der wertvolle, beschränkte Platz in der Küche nicht durch eine Kaffeemaschine und damit durch ein weiteres elektrisches Gerät, zugestellt werden sollte. Ich behalf mich mit löslichem Kaffeegranulat und dem Wasserkocher. Das sparte vorallem eins: Viel Zeit. Aber ganz ehrlich: Mit dieser Variante kann man es auch lassen, Kaffee zu trinken. Also traf der Wunsch nach geschmackvollem Kaffee auf meine Nachhaltigkeitsphilosophie. Ich fand eine wunderhübsche Glaskanne mit wiederverwendbarem Aufsatz-Filter und eine handbetriebene Kaffeemühle. Fehlte zum neuen Kaffeeglück nur noch der passende, ökologische und nachhaltige Kaffee. Hier entschied ich mich für Green Cup Coffee Pacha Mama. Das sind fair gehandelte Kaffeebohnen aus Peru.

Beim ersten mal Kaffeebohnen mahlen, per Hand aufbrühen und genießen war mir die Zeit natürlich egal. Auch die folgende Male war es einfach nur Klasse, meinen Kaffee auf diese Art und Weise zuzubereiten. Aber irgendwann ertappte ich mich dabei, dass ich zu mir selbst sagte: Ein Kaffee wäre jetzt schön, aber ich habe keine Zeit mir einen zu machen, weil ich arbeiten muss. Als mir das immer öfter bewusst wurde, musste ich handeln. Mich zu genau dieser Pause zwingen, mir meinen Kaffee auf diese höchst wundervolle Art zuzubereiten. “Gut Ding will Weile haben.” So heißt es doch so schön. Denn alles braucht einfach seine Zeit.

Und genau das war mein Anstoß, über mich und die Zeit nachzudenken. Natürlich habe ich weiterhin volle ToDo-Listen und könnte oft bis nachts arbeiten. Aber darunter leidet über kurz oder lang die Qualität meiner Arbeit. Wenn ich übermüdet bin, dann passieren Schusselfehler – das möchte kein Kunde und ich natürlich auch nicht. Deshalb ist es wichtig, Pausen zu machen. Raus aus der Arbeitssituation, ein paar Schritte gehen, frische Luft schnappen oder eben einen aufwendigen Kaffee kochen. Die Zeit in so etwas zu investieren ist genau richtig und wichtig. Alles braucht seine Zeit – vorallem wenn es gelingen soll. Und wenn es Qualität haben soll.

Schnelllebigkeit und Kurzlebigkeit

Nachdem mir nun klar war, dass ich meine Einstellung ändern muss, hinterfragte ich immer mehr, was ich wann und warum tue und vorallem, wie es dazu kommt, dass ich mich so unzufrieden mit der vorhandenen Zeit fühle. Ich denke, vieles ist darauf ausgelegt, schnell zu sein. Technische Geräte müssen durch Innovationen schnell veraltet sein, damit man in den Zwang gerät, etwas Neues zu kaufen. Haushaltsgeräte dürfen nicht mehr so lang halten, damit man in den Zwang gerät, etwas Neues zu kaufen. Alles wird irgendwie weiterentwickelt, damit man in den Zwang gerät, etwas neues zu kaufen. Aber sollte hinter dieser ganzen Zeitknappheit nur das Geld stecken? Geld was man durch mehr und schnellere Arbeit verdienen muss? Das wäre ein logischer Zusammenhang.

Aber das allein ist es nicht. Es kommt der gesellschaftliche Zwang und neue Möglichkeiten hinzu, wie man seine Zeit verbringen kann. Wie oft habe ich in der Vergangenheit jeden Morgen und Abend einmal quer durch meine Facebook-Pinnwand oder durch Instagram gescrollt? Reflektiert gesehen ist es erschreckend, wieviel Zeit JEDEN TAG dafür aufgewendet wurde. Zeit, die für Gespräche oder für Kreativität einfach fehlte. Ein weiterer Punkt sind die gesellschaftlichen Zwänge die man als Eltern aus Schule und Kindergarten auferlegt bekommt. Hier ein Fest, da ein Fest. Dort ein Ausflug. Da was backen, dort die Kinder kutschieren. Setzt man seine Priorität dort hin, kann man sich damit viel beschäftigen. Mir liegt es nicht. Ich bin auf andere Weise für meine Kinder da und deshalb keine schlechte Mutter, weil ich nicht die Erste auf dem Kuchenbasar bin. Daher läuft dieses Thema bei mir auf unterster Prioritäts-Stufe. Nur das Nötigste. Und ich hoffe hier genauso auf Akzeptanz anderer Eltern, Erzieher und Lehrer, wie ich akzeptiere, dass ihnen Elternstammtische und Klassenfahrt-Begleitungen wichtig sind.

Prioritäten sind wichtig

“Prioritäten” ist schon fast ein kleines Zauberwort, wenn es um “Zeit” geht. Denn nur durch das Setzen von Prioritäten hat man überhaupt die Möglichkeit, sich auf das zu konzentrieren, was einem Spaß macht und wichtig ist. “collect moments – not things” – Es gibt nämlich ganz viele kostenlose Momente für die man nicht bis spät in den Abend Geld verdienen muss. Einfach das selbst Aufbrühen des Kaffees genießen und beim Bohnen mahlen mal verträumt die Blätter an den Bäumen beobachten. Dafür muss man kein schlechtes Gewissen haben. Denn alles, was mir gut tut, kann ich weitergeben. In meinen Beziehungen und in meiner Arbeit.

Ökostrom in der Werbeagentur

Ich hatte es ja bereits angekündigt. Der nachhaltige Druck meiner Geschäftsdrucksachen in einer Öko-Druckerei sollte nicht das Einzige bleiben, was ich in puncto Umweltschutz verändern möchte. Und nun ist es soweit! Seit dem 01. März 2019 läuft hier alles mit Ökostrom. Ich gebe es ja zu. Mir geht es nicht anders als wohl den meisten Menschen. Man nimmt sich etwas vor und wenn man es nicht sofort umsetzt und dran bleibt, rückt es erstmal wieder in den Hintergrund. Ab und zu denkt man dran, aber die Motivation hat sich zurückgezogen und wartet auf ein Zeichen, wieder neu entflammt zu werden. Meine kleine Flamme im Stromsparmodus bekam Mitte Januar wieder so richtig Zunder. Es flatterte ein Schreiben meines bisherigen Stromanbieters ins Haus. Der Energiepreis bleibe bis zum 28. Februar 2020 stabil, so wird mir die neue “attraktive Preisgarantie” angekündigt. Grundpreis 107,10 € im Jahr und Arbeitspreis 24,3 ct/kWh wären meine neuen Preise. Kein Wort über eine Preiserhöhung. Nachdem ich in den Tiefen meiner Ordner die alten Preise ausfindig gemacht hatte, stellte ich fest, dass der Grundpreis um knapp 12 Euro und der Arbeitspreis pro kWh um ca. 1 Cent gestiegen war. Ich bin für Transparenz in Geschäftsbeziehungen. Eine Preiserhöhung, die man selbst erst recherchieren muss, gehört für mich nicht dazu. Anlass genug, das Thema Ökostrom wieder auf den Tisch zu bringen.

Woher bekomme ich meinen Öko-Strom?

Mit der Absicht, zukünftig auf Nachhaltigkeit zu achten und dafür in Kauf zu nehmen, mehr Geld zu bezahlen, begab ich mich auf die Suche nach Ökostrom. Es hat auch nicht lang gedauert und schon hab ich ein Angebot gefunden, was zu dem passte, was ich mir vorstelle. Regenerative Energie aus Wasserkraft. Das wird meine umweltfreundliche Alternative zur herkömmlichen Stromgewinnung.

Der Preis steht unter Strom

Nun bin ich ja felsenfest davon ausgegangen, dass Ökostrom teurer werden wird, als mein bisheriger Anbieter inklusive geheimer Preiserhöhung. Aber so ist es gar nicht. Der Arbeitspreis bleibt in etwa gleich wie bisher und die Grundgebühr ist sogar noch preiswerter. Fazit: Lassen Sie sich ein umweltfreundliches Licht aufgehen und informieren Sie sich über Ökostrom. Einer allein kann die Welt nicht besser machen. Das wissen wir ja schon. Aber gemeinsam ist es möglich, die Erde noch für viele zukünftige Generationen zu erhalten.

(Foto: 123rf.com | Bild-Nr.: 43452713 | Urheber: Pop Nukoonrat)