Betrugmails – Gefährliche Belästigungen im Postfach

Heute widme ich mich einem leidigen Thema, was immer wieder zu Verunsicherungen in meinem Verwandten- und Bekanntenkreis, aber auch bei meinen Kunden führt. Inzwischen hat wohl jeder schon einmal von Betrugmails – sogenannten Phishing-Mails – gehört oder sogar selbst solche erhalten. Sie kommen ganz unscheinbar als “Freunde” in unser Postfach. Sie wollen uns warnen, uns helfen oder haben ein super Angebot für uns. Die Betrugmails wissen manchmal wer wir sind und sprechen uns freundlich mit unserem Namen an. Und sie lächeln uns mit Logos bekannter Unternehmen entgegen. Wir vertrauen ihnen. Zumindest war es einmal so.

Was ist denn eigentlich Phishing?

Phishing ist das englische Wort für “angeln”. Diese Betrugmails sind meist gefälschte E-Mails mit dem Zweck, Nutzerdaten und Kennwörter zu stehlen. Oft werden dabei E-Mails und Websites bekannter Unternehmen, Banken und Onlineshops nachgeahmt. Beliebt sind die Zugangsdaten zum Onlinebanking und Passwörter für E-Mail, Onlineshops oder sozialen Netzwerken.

Mit den so erhaltenen Zugangsdaten können zum Beispiel Konten geplündert werden. Aber auch Spamversand über die eigene Mailadresse oder Hackerangriffe – vorallem in Unternehmen oder Regierungen – sind dadurch möglich. Je nachdem, welche Daten “geangelt” wurden, können sogar ganze Identitäten übernommen werden. So beispielsweise Accounts in sozialen Netzwerken oder Onlineshops.

Wie funktionieren diese Betrugmails?

Es gibt hauptsächlich 2 Arten von Phishingmails. Entweder Sie werden dazu aufgefordert, einen Dateianhang zu öffnen oder Sie sollen auf einen Link in der Mail klicken, der Sie auf eine Website leitet.

Dateianhänge sind oft als Rechnung oder Mahnung getarnt. Gern auch als Bewerbung oder Kundeninformation. In den Dateianhängen kann schädliche Software, Viren oder Trojaner versteckt sein. Mit dem Öffnen eines Dateianhanges wird diese Schadsoftware auf Ihrem PC installiert.

Bei der anderen Methode werden Sie aufgefordert auf einen Link in der E-Mail zu klicken. Dieser Link leitet Sie auf eine Website, die der Original-Website täuschend echt nachempfunden wurde. Hier sollen Sie nun Ihre Logindaten eingeben, die in diesem Fall jedoch von den Betrügern abgefangen werden. Nun haben die Betrüger Ihre Zugangsdaten und können sich auf der echten Website damit einloggen und sich gegebenenfalls von Ihrem Konto bedienen.

Aktuell ist eine andere Art von Betrugmails im Umlauf, die gezielt an Unternehmen gerichtet sind. Diese Mails geben sich als Hostingfirma Ihrer Website aus und senden Ihnen Rechnungen dafür. Dabei soll der Jahresbetrag auf ein bestimmtes Konto gezahlt werden. Ich möchte darauf hinweisen, dass meine Kunden, die ihre Website bei mir gehostet haben, ausschließlich von mir die Rechnungen dafür erhalten. Alle anderen diesbezüglichen E-Mails können Sie löschen!

Eine weitere aktuelle Masche sind E-Mails, mit denen Ihnen angekündigt wird, dass eine ähnliche Websiteadresse wie die Ihre gerade registriert wurde. Ihnen wird angeboten, diese Internetadresse selbst zu registrieren, damit es nicht zu Verwirrungen bei Ihren Kunden kommt. Ein Beispiel: Ich habe die Websiteadresse www.werbeagentur-wuest.de und mir wird angeboten, www.werbeagentur-wuest.com zu sichern, damit diese nicht von jemand anderem gesichert wird. Die Kosten hierfür: 29,75 € pro Jahr. Sieht ja erstmal recht günstig aus, jedoch soll man die Website gleich für 10 Jahre registrieren und den Betrag von 297,50 € überweisen.

Woran erkennt man Betrugmails?

Früher waren betrügerische Mails im Postfach leichter zu identifizieren und sorgten neben einem Kopfschütteln manchmal auch für ein kleines Lächeln. Die damaligen Mails waren in schlechter Grammatik, falscher Rechtschreibung und oft auch mit falschen Angaben zum Absender gespickt. So war klar, dass diese Mail nicht von Paypal, Amazon oder anderen allseits bekannten Postfach-Besuchern kommen konnte. Nun gibt es tatsächlich Menschen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die Phishing-Mails zu perfektionieren. Auf einmal wird man mit seinem richtigen Namen angesprochen und die optische Darstellung ist von einem Original nicht mehr zu unterscheiden. Manchmal wird auch der Header einer Mail manipuliert und es scheint, als erhalte man eine Mail von bekannten Freunden oder Kollegen. Wie soll man nun herausfinden, ob es sich um eine Betrugmail handelt?

Inhalt nachvollziehbar?

Prüfen Sie, ob der Inhalt der E-Mail nachvollziehbar ist. Wenn Sie kein Konto bei Paypal haben, können Sie von Paypal auch keine Zahlungsaufforderung für rückständige Beträge erhalten. Wenn Sie in einem angegebenen Onlineshop nichts gekauft haben, werden Sie auch keine Rechnungen von ihm erhalten. Und ganz sicher wird Ihnen niemand Fremdes mehrere Millionen Euro vererben wollen.

Generell sollten Sie E-Mails von Absendern in Frage stellen, mit denen Sie in der Vergangenheit noch kein Geschäftsverhältnis hatten.

Aufmachung der E-Mail

Ist der Inhalt der E-Mail plausibel, dann werfen Sie einen Blick auf die Aufmachung. Ist der Text in einer fremden Sprache geschrieben, kann das ein Hinweis auf eine Phishing-Mail sein. Unternehmen, mit denen Sie Geschäftsbeziehungen haben, schreiben in der Regel in Ihrer Sprache. Es sei denn natürlich, Sie haben internationalen Schriftverkehr. Achten Sie weiterhin auf die Grammatik und Rechtschreibung. E-Mails in brüchigem Deutsch, fehlende Umlaute oder umständlicher Satzbau können ein Indiz für betrügerische Absichten sein.

Bewerten Sie auch die Aufmachung der E-Mail. Werden Sie persönlich angesprochen oder nur mit “Sehr geehrter Kunde”? Hat die E-Mail eine Absender-Signatur, aus der Ansprechpartner und Kontaktdaten des Unternehmens ersichtlich sind? Achten Sie im Zweifel auf jedes Detail und vergleichen Sie eventuell die E-Mail auch mit einer alten E-Mail des (angeblichen) Absenders.

In diesem Zusammenhang empfehle ich auch stets, in geschäftlichem Schriftverkehr auf ordentliche Schreibweise und Formalität zu achten. Sprechen Sie Ihre Kunden möglichst persönlich an, schreiben Sie in gutem Deutsch und vergessen Sie nicht Ihre Signatur einzufügen.

Drohungen oder Handlungsaufforderung

Stellen Sie E-Mails sofort in Frage, die von Ihnen ganz dringend etwas verlangen, damit Ihre Kreditkarte oder Ihr Konto nicht gesperrt wird. Jede seriöse Bank oder Sparkasse wird mit Ihnen auf andere Art und Weise in Verbindung treten und Ihnen nicht per E-Mail die Möglichkeit geben, Kontosperrungen zu verhindern. Sorgen Sie sich ebenfalls nicht, wenn Ihr Konto bei Onlineshops oder Foren geschlossen wird, wenn Sie nicht sofort und unverzüglich auf diesen Link klicken! Fragen Sie sich immer, was im schlimmsten Fall geschehen kann. Denn wenn Ihr Konto tatsächlich bei einem Anbieter geschlossen wird, können Sie jederzeit selbst aktiv werden und sich beim Anbieter erkundigen und die Angelegenheit klären.

Wenn Sie in einer E-Mail auf einen Link klicken und auf einer Website dazu aufgefordert werden eine PIN oder eine TAN einzugeben, tun Sie dies auf keinen Fall! Ein Bank oder ein anderes Kreditinstitut wird NIEMALS per E-Mail die PIN oder TAN abfragen. Schließen Sie sofort die Website und löschen Sie die verdächtige E-Mail. Ebenso empfehle ich, auch andere persönliche Daten nicht ohne weiteres auf fremden Websites preis zu geben.

Dateianhänge und Links

Fremde E-Mails mit Dateianhängen, die ich nicht selbst angefordert habe, lösche ich rigoros und Ihnen empfehle ich dringend das gleiche. Ein Dateianhang kann Schadsoftware enthalten, der als Virus oder Trojaner Ihre Dateien verschlüsselt, Daten ausliest oder Ihren PC zum Versenden von Spam nutzt.

Ebenso verhält es sich mit Links in fremden E-Mails. Dieser Link kann Sie auf eine Seite führen, die im Hintergrund ebenfalls Schadsoftware ausführt. Sind Sie sich unsicher, dann öffnen Sie den Browser und geben Sie Adresse der Internetseite selbst im Browser ein.

Textpassagen suchen

Eine Methode, die ich jedem im Zweifel empfehle. Kopieren Sie eine Passage der E-Mail und suchen Sie im Internet danach. Häufig werden Sie hier schon fündig und erfahren, dass es sich dabei um eine Betrugmail handelt.

Was sollte man mit Betrugmails machen?

Ganz klar: Löschen. Klicken Sie auf keine Dateianhänge und auf keine Links, wenn Ihnen die E-Mail kurios vorkommt. Ist die Mail in der Aufmachung eines bestimmten Unternehmens, dann können Sie dieses Unternehmen über die Phishing-Mail informieren und die Mail weiterleiten. Auch Verbraucherzentralen sammeln und analysieren solche Betrugmails.

 

 

Zeitmanagement mit der Pomodoro-Methode

Kennen Sie das? Sie möchten etwas erledigen, werden aber immer wieder abgelenkt? Ich behaupte, dass ich recht gut durchorganisiert bin. Ich führe Todo-Listen, damit ich möglichst nichts vergesse und am Abend plane ich meinen nächsten Tag und übertrage die Todos in meinen Kalender. Dabei lasse ich Lücken, falls sich Arbeiten verzögern oder im Laufe des Tages etwas dazu kommt, was dringend erledigt werden muss. Mit dieser Methode fühle ich mich organisiert. Und doch gibt es regelmäßig Tage, an denen ich völlig gestresst bin, aber meine Aufgabenliste nicht kleiner wird. Das sind die Tage, wo ich nicht konzentriert bin. Die Tage, an denen die Ablenkungen die Oberhand hatten. Damit im Durchschnitt nicht nur eine Mittelmäßigkeit übrig bleibt, halte ich viel von Zeitmanagement und Methoden zur Umsetzung. So bin ich auf die Pomodoro-Methode gestoßen.

Was ist die Pomodoro-Methode?

Der Sinn hinter dieser Methode ist, dass die Arbeitszeit in fest definierte Stückchen geteilt wird. Ein Zyklus dauert knapp 2,5 Stunden. Die Arbeitsphasen sind immer 25 Minuten lang. Nach den ersten 3 Arbeitsphasen folgt jeweils eine 5 minütige Pause. Nach der 4. Arbeitsphase gibt es eine Pause von 30 Minuten. Danach startet der Zyklus von vorn.

Entstehung der Pomodoro-Methode

Die Pomodoro-Methode entstand als Experiment. Der Italiener Francesco Cirillo hatte zu der Zeit viele große Projekte. Die Projekte waren so gewaltig, dass er keinen Anfang fand. Er nahm sich vor, 25 Minuten ungestört zu arbeiten. Zur Zeitmessung nutzte er eine Küchenuhr. Wenn es ihm gelingt, dann wollte er sich eine Pause von 5 Minuten genehmigen. Dies hatte so gut geklappt, dass er diese Methode beibehielt. Da er die Zeit mit einer Küchenuhr in Tomatenform stoppte, entstand der Name “Pomodoro-Methode”. Pomodoro ist italienisch und heißt auf deutsch “Tomate”.

Störungen und Ablenkungen

Störungen und Ablenkungen unterteile ich in Störungen von außen und die Störungen und Ablenkungen, für die ich selbst verantwortlich bin. Die Störungen von außen sind überschaubar. Es klingelt mein Telefon, es klingelt an der Tür, ich erhalte E-Mails oder auf dem Handy gehen Nachrichten ein. Während der 25 Minuten Arbeitsphase sollten Sie solche Störungen möglichst vermeiden. Relativ einfach ist es noch, E-Mails und Nachrichten zu ignorieren. Auch das Telefon kann man stumm schalten und verpasste Anrufe später erledigen. Klingelt es jedoch an der Tür, unterbreche auch ich meine Arbeitsphase. In diesem Fall beginnt die Arbeitsphase danach von vorn.

Komplizierter ist es mit den Ablenkungen, für die man selbst verantwortlich ist. In meinem Fall sind das ganz oft Geistesblitze. Schnell etwas bestellen, etwas nachlesen, etwas ausprobieren. Definiere ich meine Arbeitszeit und Aufgaben nicht, lenke ich mit solchen Dingen schnell ab. In solchen Phasen habe ich dann viele Programme offen, arbeite im Multitasking immer für ein paar Minuten hier und für ein paar Minuten da. Und wenn ich dann die Programme wieder schließe, finde ich das Programm, in dem ich eigentlich gerade arbeite. Dieser Zustand macht unglücklich und stresst. Ein guter Tipp ist: Legen Sie sich ein Notizbuch neben sich und notieren Sie alle Geistesblitze. Dabei ist es egal, ob die Geistesblitze beruflich sind oder privat. Es ist egal, ob sie Sinn machen oder nicht. Denken Sie nicht darüber nach und entscheiden Sie nicht in diesem Moment, ob Sie diese Idee als Notiz benötigen. Schreiben Sie alles auf, was Sie ablenkt. In Ihrer Pause oder am Ende des Tages gehen Sie Ihre Notizen durch. Das beste Zeitmanagement taugt nichts, wenn man sich immer wieder selbst ablenkt.

Warum arbeitet man mit dieser Methode effektiver?

Es ist erwiesen, dass man etwa 15 Minuten benötigt, um nach einer Unterbrechung wieder zu der Arbeitseffizienz zurück zu finden, die man vor der Unterbrechung hatte. Das heißt, wenn Sie eine Aufgabe von 1 Stunde haben und nach 10 Minuten ein Telefonat erhalten, was 5 Minuten dauert. Dann ist Ihre Arbeit nicht nur für diese 5 Minuten unterbrochen, sondern für 20 Minuten. Ein kurzes Telefonat raubt Ihnen also ein Viertel Ihrer geplanten Arbeitszeit von einer Stunde. Wenn man sich das für jede Unterbrechung hoch rechnet, fehlt am Ende eines Tages viel Arbeitszeit, obwohl man doch den ganzen Tag keine Pause gemacht hat.

Das Einteilen der Arbeitszeit in kleine Phasen von 25 Minuten ist eine überschaubare Zeit. Diese 25 Minuten kann man viel leichter effektiv bei der Sache bleiben und wird danach mit 5 Minuten Pause belohnt. Nutzen Sie die Pause nicht für andere Arbeiten. Stehen Sie auf, bewegen Sie sich, lesen Sie private Nachrichten, hören Sie Musik oder stöbern Sie im Internet. Und das ganz ohne schlechtes Gewissen! Das Einhalten dieser kleinen abgesteckten Arbeitsphasen fällt leicht und macht glücklich. Sie haben immer wieder kleine Erfolgserlebnisse, die wiederum motivieren. Mit der Zeit werden Sie merken, dass Sie während der Arbeitsphasen immer weniger das Bedürfnis haben, sich selbst abzulenken. Sie arbeiten fokussiert und konzentriert.

Weitere Strukturen für Ihr Zeitmanagement

Mit der Pomodoro-Methode teilen Sie Ihre Arbeitszeit in kleine Einheiten. Machen Sie das auch mit Ihren Aufgaben! Erstellen Sie kleine Teilaufgaben. Für mich selbst ist es wichtig, kleine Teilaufgaben in meinem Kalender zu sehen und diese nach Erledigung abzuhaken. So habe ich immer das Gefühl, etwas geschafft zu haben und selbst die größten Aufgaben werden bezwingbar. Planen Sie Ihren Tag. Teilen Sie Ihre kleinen Teilaufgaben ihrer Pomodoro-Zeit zu. Es ist sinnvoll am Anfang eines Tages – oder besser noch am Ende des Vortages – seinen Tag zu planen. So können Sie ungehindert eine Aufgabe nach der anderen erledigen und verplempern keine Zeit mit der Frage: “Was muss ich als nächstes tun”.

Ein guter Tipp ist, die Aufgaben nach Wichtigkeit zu sortieren. Überlegen Sie genau, was ist am Wichtigsten. Erledigen Sie diese Aufgabe zu erst. Damit schieben Sie ungewollte Aufgaben nicht mehr endlos von einem Tag auf den nächsten und bekommen den Kopf frei.

Was brauchen Sie und wie können Sie beginnen?

Sie brauchen einen Zeitmesser. Es kann die altbewährte Eieruhr sein, eine Sanduhr, eine App für den PC, Ihr Smartphone oder Tablet oder einfach eine Stoppuhr. Der Vorteil von Apps ist, dass sie bereits die Zyklen gespeichert haben und Ihnen genau sagen, wann eine Arbeitsphase, eine 5-Minuten-Pause oder eine große Pause ansteht. Sie benötigen weiterhin ein Notizbuch für Ihre Geistesblitze und einen Kalender für die Planung Ihrer Aufgaben.

Machen Sie sich eine Liste Ihrer Aufgaben und erstellen Sie Teilaufgaben. Ordnen Sie die Teilaufgaben Ihren Pomodoro-Phasen zu. Dann können Sie auch schon starten. Denken Sie daran, konzentriert zu bleiben. Wenn Sie sich doch ablenken lassen, führen Sie eine kleine Strichliste bei Ihrer Aufgabe. Für jede kleine Ablenkung gibt es einen Strich. Wenn Sie Ihre Ablenkungen so sichtbar machen, können Sie besser sehen, wie weit Sie darin sind, Ablenkungen zu vermeiden.

Falls das immer noch nicht so recht klappt, dann notieren Sie, was Sie abgelenkt hat und wieviel Zeit dadurch verloren gegangen ist. Damit erkennen Sie, was Ihre Zeitfresser sind und können besser entgegen wirken.

Weitere Vorteile durch Auswertung

Immer wieder beobachte ich es an mir selbst und auch bei anderen, dass wir oft ziemlich schlecht darin sind, eine Arbeitszeit abzuschätzen. Bei Aufträgen ist es aber für alle Beteiligten wichtig, das möglichst genau zu können. Schätzt man den Arbeitsaufwand zu gering ein, muss man dem Kunden zusätzliche Kosten nachberechnen oder mit einem Verlust leben. Beide Varianten sind für mich unattraktiv, vor allem wenn es häufiger vorkommt.

Bei der Pomodoro-Methode notiert man sich seine Aufgaben und seine Arbeitszeiten. Nutzen Sie das, um zu lernen, wie hoch der Arbeitsaufwand für verschiedene Aufgaben ist. Damit planen und kalkulieren Sie in Zukunft besser.

Die Absteckung der Arbeitszeiten hat den weiteren Vorteil, dass man zu einer bestimmten Zeit Feierabend hat. Dieser bewusste Feierabend ist wichtig, denn man muss nicht zu jeder Zeit für alle erreichbar sein. Der Feierabend und die damit verbundene Freizeit brauchen Sie zur Regeneration. Und wenn Sie mit der Pomodoro-Methode Ihr Arbeitspensum geschafft haben, fällt es auch viel leichter, die Freizeit zu genießen.

Dieses Zeitmanagement ist im übrigen nicht nur für Berufstätige geeignet. Sie können es beim Lernen, beim Studieren, bei der Hausarbeit und auch bei Ihren privaten Vorhaben einsetzen.

Es grüßt Sie herzlich,

 

Ihre Cindy Wüst
von der Werbeagentur Wüst in Coswig

Veränderung – Und immer ist alles irgendwie in Bewegung

Alle Jahre wieder, macht der Mai alles neu. Irgendwie hat es dieser Monat aber auch in sich. Er verleitet mich Jahr für Jahr dazu, meinen Standpunkt neu zu überdenken, Dinge zu optimieren und anzupacken. Der Mai macht mich offen für Veränderungen. Und das ist gut so. Denn auch, wenn es gut ist, dass es Konstanten im Leben gibt, so kommt man doch nur weiter, wenn man sich bewegt.

Was gibt es also bei mir neues?

Ganz erfreut bin ich darüber, dass mein großes Projekt “Freizeitpark-Guide” in Bewegung gekommen ist. Die alte Seite schrie nur so nach Veränderung, denn sie hatte inzwischen auch schon viele viele Jahre auf dem Buckel und war überhaupt nicht mehr zeitgemäß. Nun haben wir mit der Veröffentlichung der neuen Website die PHASE 1 abgeschlossen. Aber das heißt natürlich nicht, dass wir jetzt Pause machen und auf die Sonne warten um es uns im Garten gemütlich zu machen. Der PHASE 1 folgt PHASE 2 und 3. Denn wir möchten natürlich wieder Leben auf die Seite bringen und unseren Service sowohl für die Mitglieder als auch für die Freizeiteinrichtungen verbessern. Und wenn wir das alles geschafft haben, dann wird es schöne Gewinnspiele geben. Aber soweit sind wir noch nicht.

Der Freizeitpark-Guide ist ja nicht das einzige Projekt meiner Werbeagentur. Da ist ja zum Beispiel noch der erst kürzlich veröffentlichte Xinthie-Onlineshop. Hier gibt es ein paar wenige neue Produkte. Die meisten liegen bereits vorbereitet auf meinem Schreibtisch und ich muss zugeben, dass mir inzwischen oft die Zeit etwas knapp wird. Und das, obwohl so mancher Abend und so manches Wochenende schon dran glauben musste. Ja, so ist das wohl, wenn der Beruf eine Berufung ist.

Ein paar größere Veränderungen gab es auch auf unserem Rezept-Buch. Hier habe ich für alle neuen Rezepte ein neues Rezept-Layout entworfen. Übersichtlicher, moderner, schicker. Auch die Rezept-Fotos werden nochmal ausgetauscht. Aber dafür müssen wir uns nun erstmal wieder durch unsere Rezepte kochen. Denn ohne Essen gibt es keine Fotos und bei inzwischen etwa 50 Rezepten ist das auch so eine kleine Mammut-Aufgabe. Aber auf dem Rezept-Buch gibt es noch weitere Veränderungen. Wir haben es optisch etwas umgestrickt, leicht lesbare Schriftarten gewählt und eine Kategorie “Küchen-Wissen” erstellt. Neben einem Lexikon gibt es auch ein Gewürzregal wo wir nach und nach Gewürze beschreiben. Wenn wir hier alles up-to-date haben, gibt es auch nochmal einen extra Beitrag.

Frühjahrsputz bei Instagram

Instagram musste auch daran glauben. Hier habe ich es endlich geschafft, für alle Projekte auch separate Accounts zu erstellen. Unter Werbeagentur Wüst fließt alles zusammen, aber jeder Teilbereich hat jetzt auch seinen eigenen Account. So können meine Follower besser entscheiden, welche Inhalte für sie interessant sind. Denn nicht jeder Freizeitpark-Fan kocht auch gern. 😉

Zur Übersicht, meine Accounts:

Veränderungen auf dieser Website

Auch auf dieser Website gibt es etwas neues. Während meiner Bürozeiten gibt es jetzt einen Live-Chat. Wenn ich erreichbar bin, dann finden Sie in der rechten unteren Ecke ein orangefarbenes Symbol. Für schnelle Fragen bin ich hier live erreichbar und hoffe, damit den Service meiner Werbeagentur noch ein Stückchen attraktiver zu gestalten.

Einige Seiten habe ich inhaltlich auf den neusten Stand gebracht und dieser Newsletter macht die Veränderungen im Mai nun auch komplett.

Ich wünsche Ihnen allen einen guten Start in den Juni!

 

Es grüßt Sie herzlich,

 

Ihre Cindy Wüst
von der Werbeagentur Wüst in Coswig

Projekt Xinthie – Onlineshop am Start

Ja, so ist das mit den Träumen. Man kann sie träumen oder man kann sie anpacken und versuchen umzusetzen. Ich hatte schon länger den Traum von einem eigenen kleinen Onlineshop. Im Jahr 2019 habe ich auch schon einmal an der Umsetzung gearbeitet und eine Version innerhalb meiner Website veröffentlicht. Zugegebener Maßen war das nicht besonders clever. Nicht besonders durchdacht. Ich verwirrte meine Werbeagentur-Kunden im gleichen Maße wie die, die wegen dem Onlineshop bei mir gelandet waren. Also beschloss ich, den Shop wieder von meiner Website zu nehmen und einen eigenständigen Shop zu schaffen.

Xinthie – Onlineshop für Papeterie

Damit war klar, ich brauchte einen Namen für meinen Onlineshop. Seit einigen Jahren begleitet mich mein Spitzname “Xinthie”. Xinthie steht für den extremsten Fall meines falsch geschriebenen Namens “Cindy”. Also warum nicht? Machen wir Xinthie zur Marke meines neuen Onlineshops.

Mir war klar, das wird nicht einfach. Einen Onlineshop klickt man nicht mal mit ein paar Mausklicks zusammen. Es ist ein Entstehungsprozess und gerade, wenn man denkt, man hat an alles gedacht, fällt einem ein, dass es da ja auch ein paar rechtliche Dinge zu beachten gibt. Alles in allem, nun ist es soweit, der neue Xinthie – Onlineshop ist nun online und verfügbar. Ich freue mich!

Was gibt es zu kaufen?

Im Xinthie-Onlineshop findest Du hauptsächlich Produkte aus der Papeterie. Also Poster und Karten sind der Hauptbestandteil. Davon sind auch schon einige online! Du findest beispielsweise Countdown-Poster, mit denen Du wunderbar 100 Tage abstreichen kannst. Das verkürzt doch wirklich jede Wartezeit und steigert die Vorfreude. Außerdem findest Du einige hübsche Postkarten – wahlweise mit oder ohne Briefumschlag. Eben, wie Du es gern hättest. Damit Du gleich loslegen kannst, gibt es verschiedene Produkte auch gleich als komplettes Set. Also Poster mit Posterleisten, damit Du Dein neues Poster auch gleich an Deine Wand hängen kannst.

Einige meiner Produkte haben eine christliche Ausrichtung. Nein, “Xinthie” ist kein christlicher Onlineshop. Aber Produkte mit christlichem Hintergrund gehören für mich auf jeden Fall dazu.

Warum christliche Produkte?

Für viele Menschen sind die Worte Gottes ein Trost, ein Segen und ein Hoffnungsschimmer. Zitate aus der Bibel werden gern und häufig genutzt. Viele Zitate berühren mich selbst im Herzen und sind einfach genau die passenden Worte, die ich gerade benötige. Also liegt es für mich nah, dass ich auch solche Produkte in meinen Onlineshop aufnehme und anderen Menschen die Möglichkeit gebe, Gottes Worte in die Welt hinaus zu senden. Wer damit nichts anfangen kann, der findet natürlich auch andere Sprüche im Shop.

Natürlich sind die Produkte, die man jetzt im Shop findet erstmal ein Anfang. So ein Shop lebt von der Entwicklung und von neuen Produkten. Also seien Sie gespannt, was noch alles folgt. Und ich freue mich natürlich über Ihren Besuch im Xinthie – Onlineshop für Papeterie!

Jetzt einkaufen gehen.

Wieso ist schon wieder März?

Wow – einfach Wahnsinn, wie schnell die Wochen bereits wieder ins Land gezogen sind. Ich sitze hier und höre Vögel ausgelassen zwitschern. Die Sonne scheint und das trübe Wetter scheint vorüber. Ja – es ist März! Hab ich im Januar noch mit den Folgen meiner OP gerungen und schwer in mein tägliches Arbeitspensum gefunden, so verlief der Februar wunderbar effektiv. Nun ist auch der März bereits zur Hälfte verstrichen und der hat es wieder in sich. Nicht nur in meiner kleinen Agentur. Der März hat die ganze Welt im Griff.

Hauptthema im März: Das Corona-Virus

Es ist nicht immer einfach, Sachverhalte komplett zu erfassen und zu bewerten. Jeder muss das für sich selbst entscheiden. Aber es gibt einige Fakten, auf die wir schauen können. So ist es fakt, dass seit heute in Sachsen und natürlich auch in vielen anderen Bundesländern und Ländern, viele Geschäfte schließen mussten. Es ist nicht absehbar wie lange dieser Zustand anhalten wird. Es ist nicht absehbar, wie viele Geschäfte das finanziell verkraften und in ein paar Wochen oder Monaten wieder öffnen können. Ich wünsche allen betroffenen Geschäftsleuten viel Kraft, Glück und Hoffnung, das alles durchzustehen.

Als Einzelunternehmerin sitze ich, wenn ich nicht gerade Kundengespräche habe, oft allein an meinem Schreibtisch. Einen großen Unterschied zur Quarantäne gibt es für mich nicht. Daher läuft mein Betrieb auch weiterhin ganz normal zu meinen normalen Öffnungszeiten. Ich verzichte derzeit auf Kundentermine und bitte um telefonische Absprachen oder noch besser, per E-Mail.

Aktualisiert im März: Rezept-Buch

In den letzten Wochen und Monaten habe ich mein Projekt “Rezept-Buch.de” auf Vordermann gebracht. Die komplette Website ist neu erstellt und nun auch komplett SEO-optimiert. Dazu gibt es hier auch neue Rezepte zum Nachkochen. Zum Beispiel die Käsestangen, die Knusprigen Bratkartoffeln, superleckeres Chili Con Carne und die Käse-Schinken-Stangen warten darauf, von Ihnen ausprobiert zu werden. Ich freue mich auf Ihren Besuch in meinem virtuellen Rezept-Buch und auf kleine Herzchen und Kommentare.

Neue Referenzen im März

Bei meinen Referenzen brauchte ich dringend mal wieder frischen Wind. Es ist ja nicht so, dass ich keine neuen Referenzen hätte. Nur nutze ich die Zeit selten dafür, die Referenzen auf der Website auch zu aktualisieren. Aber nun gibt es auch hier mal wieder etwas neues zu sehen. Ich habe einige Flyer-Referenzen und eine Klappkarte für den Dresdner Pflege- und Betreuungsverein erstellt, eine neue Website für die TUR Saugbaggerdienst GmbH sowie ein Logo für die Zahnarztpraxis ALEX²dental in Moritzburg entworfen. Sie sind neugierig geworden? Dann schauen Sie doch einfach bei meinen Referenzen vorbei.

Neue Kundenmeinung

Und es gibt noch etwas neues! Der Herr Hagedorn von der Kirchgemeinde Döbeln hat sich die Zeit genommen, eine Kundenstimme für mich zu verfassen. Diese habe ich natürlich auch sofort auf der Website veröffentlicht. Herr Hagedorn, vielen herzlichen Dank für diese lobenden Worte und ich wünsche uns auch weiterhin eine gute Zusammenarbeit.

 

Nun warten wir gespannt auf die Dinge, die noch folgen. Corona hat mein “Juhu – twenty-twenty” etwas ausgebremst. Aber ich möchte dennoch voller Hoffnung auf dieses Jahr blicken und wünsche Ihnen alles Gute. Bitte bleiben Sie schön gesund.

 

Ihre

Cindy Wüst

Hallo twenty-twenty! Ich freu mich auf Dich.

Da ist es nun, das neue Jahr. 2020 – twenty-twenty. Es klingt fancy und hipp und irgendwie freue ich mich auf dieses Jahr. Aber bevor das neue Jahr startet, möchte ich erst noch einmal zurückblicken.

Der Rest von 2019

Ende November habe ich mich für ein paar wenige Tage in den Urlaub verabschiedet. Aber es kam anders, als geplant. Denn statt in dem geplanten Hotel, checkte ich im Krankenhaus ein. Dort blieb ich dann 2 Wochen und statt Caipis am Strand bekam ich eine schwere Operation. Kein angenehmer Tausch und zusätzlich fiel ich dann auch noch den gesamten Dezember dadurch aus. Die OP ist gut verlaufen und ich befinde mich auf dem Weg der Besserung. Aber auch weiterhin heißt es, dass ich mich schonen muss und daher werde ich mir Anfang twenty-twenty weiterhin viel Zeit für mich und meine Genesung gönnen und Stück für Stück ins Arbeitsleben zurückkehren.

Zeit für Gedanken

Ja, nun war ich also gezwungen, mich aus dem aktiven Leben und von der Arbeit etwas zurück zu nehmen. Auf einmal hatte ich viel Zeit, die ich aber nicht mal mit meinen Hobbys füllen konnte, da ich gesundheitlich einfach nicht in der Lage dazu war. Also habe ich in meinem Krankenlager gelegen, viel gelesen, Netflix leer geschaut und mir Gedanken über so manche Themen gemacht.

Dabei kam mir immer wieder das Wort “Umweltaktivist” in den Sinn. “Umweltaktivist” – was heißt das eigentlich? Aktiv für die Umwelt einsetzen. Eigentlich ist das ja nichts schlechtes, aber dennoch hat dieses Wort irgendwie so einen fahlen Beigeschmack. Ich denke dabei an radikale Maßnahmen zum Schutze der Umwelt. An Bäume ketten. In kleinen Booten auf dem Meer Wale retten und ähnliches. Nein, das bin ich nicht. Bin ich also ein Umweltpassivist? Dieses Wort gefällt mir; doch bin ich weder das eine noch das andere.

Nun habe ich 2 Umwelt-Themen für mich gefunden, denen ich ein wenig mehr meiner Aufmerksamkeit und eine Verhaltensanpassung widmen möchte. Silvesterfeuerwerk und Autofahren.

Puff & Peng – twenty-twenty mit Silvesterfeuerwerk

Oh ich liebe Feuerwerk! Dieses Funkeln verschiedener Farben am schwarzen Nachthimmel. Einfach wunderbar. Seit ein paar Jahren spare ich mir allerdings das Geld, eigene Raketen gen Himmel zu schicken. Das machen andere genug und gucken ist kostenlos. Und nun? Nun weiß ich soviel mehr darüber und der einstige Glitter und Glanz ist dadurch vernebelt.

Insgesamt gibt es 3 Punkte, die mich über das Thema anders denken lassen: Geld, Umweltschutz und Tierschutz. Auch, wenn mir natürlich klar war, dass es eine unnötige Geldausgabe ist, für ein paar Minuten Puff & Peng Raketen und andere Silvesterartikel zu kaufen, so war mir dennoch nicht bewusst, wie hoch die Summe im gesamten ist. 133 Millionen Euro sollen es 2018 in Deutschland gewesen sein und 2019 soll es einen ähnlichen Umsatz gegeben haben. 133 Millionen Euro. Eine ganz schöne Hausnummer.

Geld

Was wäre also gewesen, wenn jeder, der einen Artikel aus dem Feuerwerkssortiment kauft, im gleichen Wert eine Spende für einen wohltätigen Zweck getätigt hätte? Wir hätten 133 Millionen Euro in Hilfsprojekte stecken können. Themen dafür gibt es genügend. Ernährung, Bildung, Umweltschutz, Gesundheit, Wasser – um nur einige zu nennen. Diese Weltprobleme sind heute, am 02. Januar 2020 immer noch da; an das Feuerwerk und die Knallerei von vorgestern denken sicherlich die wenigsten noch. “Brot statt Böller” – ein Slogan des Projektes “Brot für die Welt”. Vielleicht kann das auch für Sie ein Gedankenanstoss für Silvester 2020 sein?

An dieser Stelle möchte ich auch über ein anderes Projekt informieren: Oxfam – Unverpackt. Dieses Projekt ist ein Nothilfe- und Entwicklungsprojekt mit Kampagnen für eine gerechtere Welt ohne Armut. Dabei schenkt man seinen Familienangehörigen, Freunden oder Kollegen eine Spende. Man kauft ein Schaf, ein Huhn, Trinkwasser, Brunnen, Schulbücher oder ein anderes Objekt aus ca. 50 verschiedenen Geschenken. Diese Objekte werden dort wirken, wo sie gebraucht werden. Und der von Ihnen beschenkte erhält eine Glückwunschkarte und einen Magneten für den Kühlschrank.

Vor ein paar Wochen habe ich bei einem Baumpflanzprojekt mitgemacht. Dabei habe ich für Dresden ein paar Bäume gespendet. Es gibt noch weitere solcher Aktionen zum Beispiel bei primaklima.org. Dort kann man für 5 Euro einen Baum verschenken. Für 133 Millionen hätte man 26.6 Millionen Bäume pflanzen können.

Umweltschutz

Im vorherigen Absatz habe ich schon darüber geschrieben, was man beispielsweise mit den 133 Millionen für den Umweltschutz hätte tun können. Aber im Grunde kommt es noch besser. Denn wären einfach diese 133 Millionen für Silvesterartikel gar nicht ausgegeben worden, dann hätte man nicht nur Geld gespart, sondern auch schon etwas für die Umwelt getan.

Zum einem geht es dabei um die stark umstrittene Feinstaubbelastung. 2% des gesamten in Deutschland freigesetzten Feinstaubes pro Jahr ist die Belastung in der Silvesternacht. Das klingt nicht viel. Aber es bleiben 2% mehr Feinstaub, die nicht nur für Menschen mit Erkrankungen in der Lunge (zum Beispiel Asthmatiker) eine Belastung darstellen.

Zum anderen geht es um den Müll, der produziert wird. Holz und Pappe, aber auch Plastikbestandteile sind am Neujahrsmorgen überall – teils in Massen – zu finden. Das kann man nun wirklich drehen und wenden wie man will: Es ist und bleibt eine Umweltverschmutzung und ich kann es einfach nicht verstehen, wie man soviel Müll einfach irgendwo liegen lassen kann. “Silvester” ist keine Berechtigung zur freien Müllentsorgung wo immer man möchte. Allein in Dresden gab es ca. 25 Tonnen Silvestermüll!

Tierschutz

Ich muss zugeben, dass Tierschutz auf meiner Liste der Weltverbesserungen nicht an erster Stelle steht. Aber es entzückt mich keineswegs, wenn ich lese, dass Tiere unter der Silvesterknallerei leiden müssen. Zum Beispiel verlassen Vögel durch die laute Knallerei ihre Nester und fliegen teilweise bis zur völligen Erschöpfung. Andere Tiere werden aus ihrem Schlaf gerissen und flüchten voller Panik. Ich denke, dass über die Folgen der Silvesterknallerei auf die Tierwelt in der letzten Zeit schon viel Aufklärung geleistet wurde. Wenn Sie mehr darüber lesen möchten, empfehle ich Ihnen einen Beitrag des Naturschutzbundes Nordrhein-Westfalen: Stress pur für die Natur – Böller und Raketen.

Mein Fazit

Natürlich muss jeder für sich selbst entscheiden, ob er zu Silvester mit großem Tata und Puff und Peng das alte Jahr verabschieden möchte. Mein Zauber am Feuerwerk hat erheblich gelitten und da ich nicht noch weniger Geld als “nichts” für Feuerwerk ausgeben kann und bereits “Brot-Für-Die-Welt-Spenderin” bin, möchte ich einfach über das Thema und die Auswirkungen informieren. Vielen ist es vielleicht einfach nicht bewusst und wenn ich durch das Kundtun meiner Meinung den Einen oder Anderen zum Nachdenken bewegen kann, habe ich für mich wieder einen Schritt vom Passivisten zum Aktivisten gemacht.

Vom Autofahren

Ich bekenne mich schuldig: Ich fahre gern Auto. Ich fahre schnell Auto. Das das im Widerspruch zum Umweltschutz steht, ist mir klar. Auch, wenn ich das Thema “Nachhaltigkeit” bereits für mich, meine Agentur und auf dieser Website thematisiere, so bewege ich mich doch noch ziemlich eindeutig in meiner persönlichen Komfortzone. Auf dem Weg einer Passivistin zur Aktivistin werde ich diese Komfortzone aber jetzt verlassen und meine Reisegeschwindigkeit auf der Autobahn von 180 km/h und mehr auf 130 km/h und weniger reduzieren.

Das Thema an sich ist – wie so jedes Umweltthema – natürlich wieder stark umstritten. Gerade dann, wenn es zu einem Tempolimit auf deutschen Autobahnen führen soll. Ein bißchen lächerlich ist der Widerstand dagegen schon, wenn man bedenkt, dass Deutschland das einzige Land in der EU ist, in denen es kein Tempolimit auf der Autobahn gibt. Nicht lächerlich, sondern absolut inkompetent und verantwortungslos finde ich Aussagen wie “Vorschläge zum Tempolimit seien gegen jeden Menschenverstand”. Vorallem wenn sie aus dem Mund des Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer kommen. Ebenso ordne ich die Aussage des bayrischen Ministerpräsidenten Markus Söder “Das Tempolimit ist eine typisch ideologische Verbotsdiskussion aus der grünen Mottenkiste” ein.

Der normale Menschenverstand lässt doch schon vermuten, das mehr schädliche Stoffe ausgestoßen werden, wenn man schneller fährt. Eine Studie darüber, welchen Unterschied allein zwischen 100 km/h und 130 km/h liegen finden Sie beim Umweltbundesamt (Österreich). Fährt man schneller, verbraucht man mehr Benzin. Ergo, man erzeugt auch mehr CO2-Ausstoß und verbraucht natürlich damit auch mehr Kraftstoff. Allein diese Tatsachen bekräftigen mich in meiner Entscheidung, die Reisegeschwindigkeit zu drosseln. Müsste ich es mir an dieser Stelle immer noch schön reden, kämen die Aspekte von stressfreieren Autofahrten und einer geminderten Unfallgefahr noch dazu.

War ich also bis vor einiger Zeit noch nicht so angetan von einem Tempolimit, so kann das Gesetz nun gern kommen. Ich verlasse meine persönliche Komfortzone und verzichte nun freiwillig auf schnelles Autofahren. (Was ich in der Werbeagentur so nachhaltig tue, können Sie hier lesen: Nachhaltigkeit)

Ein Ausblick twenty-twenty: Der Januar in der Agentur

Wie bereits am Anfang erwähnt, werde ich twenty-twenty nur langsam starten und im Januar erstmal langsam Fahrt aufnehmen. Der Kurzurlaub, dem die Operation dazwischen kam, wird ab 20. Januar nachgeholt. Somit bleibt die Agentur vom 20. bis zum 22. Januar geschlossen. Nach diesem kleinen Break werde ich hoffentlich zu meiner alten Arbeitsleistung zurückgefunden haben und kann mit den anstehenden und hoffentlich auch mit neuen Projekten wieder durchstarten.

Ich freue mich darauf. Ich freue mich auf twenty-twenty.

Der Umwelt zuliebe: Ich spende einen Baum

Allem verbalen Gegenwind zum Trotz ist für mich Umweltschutz noch immer ein wichtiger Punkt. Ich lasse mich gern als “gretainfiziert” betiteln, denn ich finde gut, wenn sich Menschen für die Umwelt einsetzen. Es ist ein Kompliment. Was ich nicht gut finde ist, wenn Menschen degradiert oder beleidigt werden, weil sie versuchen Ideen zu finden, der Umwelt zu helfen. Aber um dieses Thema soll es hier gar nicht ausführlich gehen.

Für jeden Dresdner einen Baum

Letztens erfuhr ich von einem Projekt. Ein paar junge Dresdner haben über www.startnext.com ein Projekt gestartet, bei dem – im idealsten Fall – für jeden Dresdner Bürger ein Baum gepflanzt wird. Bei 550.000 Dresdner und Dresdnerinnen macht das doch glatt über eine halbe Million Bäume. Ein Baum zum Atmen für jeden. Diese Vorstellung hat mir gefallen, auch, wenn ich keine direkte Dresdnerin bin.

Als Grafikerin erstelle ich auch viele Druckprodukte für meine Kunden. Der Hauptrohstoff hierfür ist Papier. Was liegt also näher, als sich damit zu beschäftigen, der Natur ein Stück davon wieder zu geben? So kann man gegenüber der Umwelt Achtsamkeit zeigen und konsumiert nicht gedankenlos all das, was allem Anschein nach von der Natur kostenlos zur Verfügung gestellt wird.

Mit diesem gedanklichen Hintergrund beteiligte ich mich an dem Projekt und habe die Pflanzung von 20 Bäumen gespendet. Ein Tropfen auf dem heißen Stein – aber ein Anfang.

Das große Ziel der Kampagne wurde leider nicht erreicht. Aber dafür das kleine Ziel und das gleich mehr als Zweimal. Bedeutet: Es werden knapp 70.000 Bäume gepflanzt. Das ist doch schon mal etwas!

Dieser kleine Beitrag ergänzt meine bisherigen Bemühungen zur Nachhaltigkeit. Informationen dazu können Sie auf meiner Seite “Nachhaltigkeit” nachlesen.

Umwelt schützen und achtsam sein

Ich freue mich, wenn in Zukunft mehr Menschen der Umwelt gegenüber achtsamer sind. Müll gehört fachgerecht entsorgt und nicht aus dem Autofenster geworfen. Elektrogeräte gehören nicht abgelegt an abgeschiedenen Orten, wo sie nicht nur der Natur schaden, sondern auch den Spaziergängern und Wanderern ein Dorn im Auge sind.

In diesem Sinne wünsche ich einen schönen, bunten Herbst mit viel buntem Laub – nächstes Jahr auch von meinen gespendeten Bäumen in Dresden.

Cookies. Es geht mir langsam auf den Keks!

Spätestens seit dem Inkrafttreten der DSGVO Anfang 2018 kennt sie wohl jeder: Die berühmt-berüchtigten Cookie-Banner. Sie entstanden aus dem guten Willen der Datenschützer und ploppen seitdem beim Betreten nahezu jeder Website auf. Die Banner informieren den Besucher darüber, dass auf der Seite Cookies verwendet werden. Seien wir ehrlich, diese Information nervt eher, als dass sie hilfreich ist. Es ist immer mindestens 1 Klick zusätzlich erforderlich, wenn man eine Website besucht. Vielleicht wäre eine Lösung besser gewesen, in der jeder Internet-Browser bei jedem Öffnen einmalig über alle Risiken informiert, die im Web auftreten können. Aber so einfach ist es nicht. Es ist um einiges komplexer.

Was sind eigentlich Cookies?

Im Grunde sind es kleine Textdateien, die auf dem PC eines Website-Besuchers gespeichert werden. Diese Textdateien enthalten beispielsweise Informationen, damit der Besucher bei einem erneuten Besuch wieder erkannt werden kann.

Es gibt verschiedene Arten. Die Unterscheidung erfolgt demnach, wie sehr ein Cookie den Datenschutz des Website-Besuchers gefährdet.

Notwendige Cookies dürfen ohne Einwilligung des Besuchers gesetzt werden. Sie sind für den Betrieb einer Website technisch notwendig. Dazu gehören beispielsweise die Session-Cookies für Login und Warenkorb. Sie werden nur für den Zeitraum des aktuellen Website-Besuchs gespeichert. Dadurch können Sie zum Beispiel eine passwortgeschützte Website besuchen, ohne ständig Ihr Passwort neu eingeben zu müssen. Sie sind nur solang gültig, bis der Website-Besuch beendet wird.

Eine zweite Art der Cookies personalisieren eine Website. Sie steigern den Komfort für den Website-Besucher. In diese Gruppe fallen auch die Cookies, die zum Zwecke statistischer Auswertungen gesetzt werden und von Analysetools verwendet werden.

Zur dritten Art gehören die Cookies, die das Verhalten des Besuchers analysieren und für Werbezwecke eingesetzt werden. Da diese viele Informationen sammeln und Besucher auch auf anderen Websites verfolgen, sind sie datenschutzrechtlich am bedenklichsten.

Zu dieser Art gehören die sogenannten Tracking-Cookies. Sie werden dauerhaft auf Ihrem PC gespeichert. Die Anwendung für diese Cookies ist speziell im Marketing angesiedelt. Man unterscheidet zwischen First-Party- und Third-Party-Cookies.

Die First-Party-Cookies werden von der Website, auf der Sie sich befinden, bei Ihnen gespeichert. Sie dienen hauptsächlich der Analyse des Nutzerverhaltens und bieten damit die Möglichkeit, eine Website zu optimieren.

Die Third-Party-Cookies werden von Dritten über Werbebanner oder Retargeting-Pixel auf Ihrem PC gespeichert. Dies haben Sie sicherlich schon einmal erlebt. Das beste Beispiel dafür ist, wenn Sie in einem Onlineshop bestimmte Produkte angeschaut haben und dann auf einmal genau dafür Werbung auf anderen Websites sehen.

Was ist jetzt neu?

Nicht neu ist, dass über die verwendeten Cookies einer Website informiert werden muss. Setzt man nur technisch notwendige Cookies, reicht weiterhin der bisherige Banner aus. Dieser muss auf die Datenschutzerklärung verweisen, in der ausführlich über die gespeicherte Information, den Zweck, die Dauer und den Verantwortlichen informiert wird.

Nun hat der Europäische Gerichtshof am 1. Oktober 2019 ein Urteil gesprochen, nachdem nicht notwendige Cookies ein Opt-In erfordern. Das heißt, sobald Cookies der oben beschriebenen zweiten und dritten Art eingesetzt werden, reicht die bisherige Information nicht mehr aus. Hier muss der Besucher aktiv bestätigen, dass er mit dem Setzen aller Cookies einverstanden ist.

Dies ist schon dann erforderlich, wenn Ihre Website Dienste von Drittanbietern nutzt, die Cookies setzen. Dazu gehört zum Beispiel eine Standortkarte von Google Maps, extern eingebundene Schriftarten von Google Fonts oder Adobe Fonts, eingebundene YouTube-Videos oder auch Google Analytics und andere Analyseprogramme für Websites.

Jede Website muss individuell geprüft und angepasst werden. Nutzen Sie auf Ihrer Website nicht notwendige Cookies, dürfen diese erst geladen werden, wenn der Besucher dem Speichern zugestimmt hat. Eine Google Standortkarte darf beispielsweise somit erst angezeigt werden, wenn der Besucher der Website das auch akzeptiert hat.

Entspricht Ihre Website den rechtlichen Vorgaben nicht, riskieren Sie eine Abmahnung und ein Bußgeld. Dies kann bei einem fehlenden OptIn bis zu 30.000 Euro betragen. Die Abmahngefahr besteht nicht nur durch die Datenschutzbehörde, sondern auch durch Konkurrenten oder Rechtsanwälte.

Hier können Sie das Urteil des Europäischen Gerichtshof nachlesen.

Juhu! Urlaub in der Werbeagentur

Vor dem Urlaub heißt es nochmal “ran an die Stifte” und “ran an die Tasten”. Ich befinde mich im Endspurt vor meinem diesjährigen Jahresurlaub. Denn ab dem 2. August 2019 passiert hier erstmal gar nichts mehr. Also noch fix ein paar offene Projekte zu Ende gedacht und auch das erledigt, was ich schon länger vor mir her schiebe. Nichts ist anstrengender, als mit dem Wissen an all die unerledigten Aufgaben in den Urlaub zu gehen. Schreibtisch frei und Kopf frei – das ist die Voraussetzung, um auch wieder neue Kräfte tanken zu können.

Urlaub: Des einen Freud, des anderen Leid

Denn für Sie bedeutet das, dass ich ab dem 2. August erstmal nicht mehr zur Verfügung stehe. Gibt es noch etwas eiliges, dann melden Sie sich möglichst schnell vorher bei mir. Alles andere kann hoffentlich warten, bis ich am 20. August wieder für Sie da bin. Bis dahin können Sie mir natürlich jederzeit eine E-Mail schreiben an info@werbeagentur-wuest.de oder nutzen Sie mein Anfrage-Formular.

Auf zu neuen Ufern

Nach meinem Urlaub geht es übrigens auf zu neuen Ufern. Denn ich habe etwas ganz Neues und Aufregendes in der Planung. Ich arbeite bereits seit einigen Wochen nebenher daran und ab September wird es dazu dann endlich Neuigkeiten geben. Ich freue mich schon sehr auf dieses Projekt und hoffe, auch Sie dafür begeistern zu können. Also bleiben Sie gespannt und schauen Sie immer mal wieder bei mir vorbei.

Bis dahin wünsche ich Ihnen eine wunderbare Zeit – und falls Sie ebenfalls Urlaub haben, dann natürlich auch einen wundervollen Urlaub mit viel Zeit zum Entspannen, Wohlfühlen und Erholen.

Kaffee & Co: Eine Frage der Zeit

Eines wissen wir alle. Die Zeit vergeht so wahnsinnig schnell, dass jeder feststellt, dass wir viel zu wenig davon haben. In der Kommunikation mit Freunden, Kunden und Familie herrscht überall die einhellige Meinung darüber, dass die Zeit zu schnell vergeht. Vor ein paar Jahren habe ich einmal die These aufgestellt, dass sich vielleicht die Erde schneller dreht und deshalb wirklich eine Stunde keine Stunde von damals mehr ist. Bei einer scherzhaften Befragung von Google nach genau dieser Frage stellte ich erstaunt fest, dass sich die Erde tatsächlich unterschiedlich schnell dreht. Aber dabei haben wir immer mehr als 24 Stunden für einen Tag Zeit. Es sind natürlich nur ein paar Millisekunden – das reicht nicht um ein Konzept eher fertig zu bekommen, ein paar Bilder mehr zu malen oder nebenbei mal eben Beethovens 9. Sinfonie auf dem Klavier aus dem Ärmel zu schütteln. Kurzum – meine Theorie mit der schneller drehenden Erde ist damit jedenfalls außer Kraft gesetzt.

Doch woran liegt es denn dann? Dieser Frage muss jeder für sich selbst nachgehen. Kein Tagesablauf gleicht dem anderen und jeder hat seine eigenen Prioritäten. Ich halte es für sehr erstrebenswert, sich einmal mit dem Thema mehr auseinander zu setzen, als ständig nur darüber zu klagen, dass man zu wenig Zeit hat. Aber was hat das Ganze eigentlich mit Kaffee zu tun?

Kaffee & Co: Eine Frage der Zeit

In unserem Haushalt bin ich die Einzige, die Kaffee trinkt. Und das auch höchstens einmal am Tag – und dann auch noch unregelmäßig. Daher war schnell klar, dass der wertvolle, beschränkte Platz in der Küche nicht durch eine Kaffeemaschine und damit durch ein weiteres elektrisches Gerät, zugestellt werden sollte. Ich behalf mich mit löslichem Kaffeegranulat und dem Wasserkocher. Das sparte vorallem eins: Viel Zeit. Aber ganz ehrlich: Mit dieser Variante kann man es auch lassen, Kaffee zu trinken. Also traf der Wunsch nach geschmackvollem Kaffee auf meine Nachhaltigkeitsphilosophie. Ich fand eine wunderhübsche Glaskanne mit wiederverwendbarem Aufsatz-Filter und eine handbetriebene Kaffeemühle. Fehlte zum neuen Kaffeeglück nur noch der passende, ökologische und nachhaltige Kaffee. Hier entschied ich mich für Green Cup Coffee Pacha Mama. Das sind fair gehandelte Kaffeebohnen aus Peru.

Beim ersten mal Kaffeebohnen mahlen, per Hand aufbrühen und genießen war mir die Zeit natürlich egal. Auch die folgende Male war es einfach nur Klasse, meinen Kaffee auf diese Art und Weise zuzubereiten. Aber irgendwann ertappte ich mich dabei, dass ich zu mir selbst sagte: Ein Kaffee wäre jetzt schön, aber ich habe keine Zeit mir einen zu machen, weil ich arbeiten muss. Als mir das immer öfter bewusst wurde, musste ich handeln. Mich zu genau dieser Pause zwingen, mir meinen Kaffee auf diese höchst wundervolle Art zuzubereiten. “Gut Ding will Weile haben.” So heißt es doch so schön. Denn alles braucht einfach seine Zeit.

Und genau das war mein Anstoß, über mich und die Zeit nachzudenken. Natürlich habe ich weiterhin volle ToDo-Listen und könnte oft bis nachts arbeiten. Aber darunter leidet über kurz oder lang die Qualität meiner Arbeit. Wenn ich übermüdet bin, dann passieren Schusselfehler – das möchte kein Kunde und ich natürlich auch nicht. Deshalb ist es wichtig, Pausen zu machen. Raus aus der Arbeitssituation, ein paar Schritte gehen, frische Luft schnappen oder eben einen aufwendigen Kaffee kochen. Die Zeit in so etwas zu investieren ist genau richtig und wichtig. Alles braucht seine Zeit – vorallem wenn es gelingen soll. Und wenn es Qualität haben soll.

Schnelllebigkeit und Kurzlebigkeit

Nachdem mir nun klar war, dass ich meine Einstellung ändern muss, hinterfragte ich immer mehr, was ich wann und warum tue und vorallem, wie es dazu kommt, dass ich mich so unzufrieden mit der vorhandenen Zeit fühle. Ich denke, vieles ist darauf ausgelegt, schnell zu sein. Technische Geräte müssen durch Innovationen schnell veraltet sein, damit man in den Zwang gerät, etwas Neues zu kaufen. Haushaltsgeräte dürfen nicht mehr so lang halten, damit man in den Zwang gerät, etwas Neues zu kaufen. Alles wird irgendwie weiterentwickelt, damit man in den Zwang gerät, etwas neues zu kaufen. Aber sollte hinter dieser ganzen Zeitknappheit nur das Geld stecken? Geld was man durch mehr und schnellere Arbeit verdienen muss? Das wäre ein logischer Zusammenhang.

Aber das allein ist es nicht. Es kommt der gesellschaftliche Zwang und neue Möglichkeiten hinzu, wie man seine Zeit verbringen kann. Wie oft habe ich in der Vergangenheit jeden Morgen und Abend einmal quer durch meine Facebook-Pinnwand oder durch Instagram gescrollt? Reflektiert gesehen ist es erschreckend, wieviel Zeit JEDEN TAG dafür aufgewendet wurde. Zeit, die für Gespräche oder für Kreativität einfach fehlte. Ein weiterer Punkt sind die gesellschaftlichen Zwänge die man als Eltern aus Schule und Kindergarten auferlegt bekommt. Hier ein Fest, da ein Fest. Dort ein Ausflug. Da was backen, dort die Kinder kutschieren. Setzt man seine Priorität dort hin, kann man sich damit viel beschäftigen. Mir liegt es nicht. Ich bin auf andere Weise für meine Kinder da und deshalb keine schlechte Mutter, weil ich nicht die Erste auf dem Kuchenbasar bin. Daher läuft dieses Thema bei mir auf unterster Prioritäts-Stufe. Nur das Nötigste. Und ich hoffe hier genauso auf Akzeptanz anderer Eltern, Erzieher und Lehrer, wie ich akzeptiere, dass ihnen Elternstammtische und Klassenfahrt-Begleitungen wichtig sind.

Prioritäten sind wichtig

“Prioritäten” ist schon fast ein kleines Zauberwort, wenn es um “Zeit” geht. Denn nur durch das Setzen von Prioritäten hat man überhaupt die Möglichkeit, sich auf das zu konzentrieren, was einem Spaß macht und wichtig ist. “collect moments – not things” – Es gibt nämlich ganz viele kostenlose Momente für die man nicht bis spät in den Abend Geld verdienen muss. Einfach das selbst Aufbrühen des Kaffees genießen und beim Bohnen mahlen mal verträumt die Blätter an den Bäumen beobachten. Dafür muss man kein schlechtes Gewissen haben. Denn alles, was mir gut tut, kann ich weitergeben. In meinen Beziehungen und in meiner Arbeit.